Privat | Reisebericht

Ostsee-Tour IV

von am 26. Juni 2022

Tag 7: Donnerstag, 09.06.2022

Rambin – „Müritzalpakas“ in 17219 Rumpshagen (MV): 124km

Theoretisch wollten wir heute auf direktem Wege nach Rumpshagen fahren, doch wie das meistens so ist, verwerfen wir kurzfristig unsere Pläne. Unsere lieben Freunde Siggi und Volker, die auch leidenschaftliche Camper sind, haben uns empfohlen unbedingt die Kreidefelsen (*unbezahlte Werbung*) zu Besuchen, wenn wir schon auf Rügen sind. Also ist das unser erstes Etappenziel…

Wir fahren mal eben nach Sassnitz hoch, finden nicht gleich den idealen Parkplatz, drehen noch eine Ehrenrunde in Richtung Königstuhl, bis wir uns dann doch entschließen wieder nach Sassnitz zu fahren und am Nationalpark-Parkplatz Jasmund stehen bleiben. Ich packe mein Wässerchen ein und dann geht’s los…

Erst noch ziemlich harmlos, ein kleiner Waldweg, zwischen ein paar Häuschen vorbei und da ist er dann, der Nordatlantik. Wir steigen an der „Piratenschlucht“ hinab und laufen an der Strandpromenade los. Ich freu mich wie Bolle, die ersten größeren Steine zu entdecken und möchte natürlich gleich drüber laufen, nichts ahnend von dem was mich erwartet. *Augenroll*

Der „Weg“ verändert sich nämlich soweit, dass wir am Strand der Kreideküste entlang nur noch über Steine laufen können – in allen Größen und Variationen – über Baumstämme oben drüber oder unten durch klettern und ein ganz schönes Abenteuer von über sieben Kilometern hinter uns bringen. Danach finden wir, Gott sei Dank, den Aufstieg am Kieler Bach, denn ansonsten hätten wir noch weitere 10 km laufen dürfen. Du weißt ja, zurücklaufen finde ich immer besonders doof! *lach*

Endlich, endlich, endlich, sind wir an dem Aufstieg angekommen! Mein Wasser ist natürlich schon fast leer, doch ich hab eine kleine Quelle gefunden, an der ich meinen Durst für einen Moment stillen konnte. Mein Lieblingsmensch war nicht so begeistert davon, dass ich das einfach trinke, doch ich vertraue da der Natur. Was soll schon groß passieren, außer vielleicht ein bisschen Bauchweh und schlimmstenfalls Durchfall… *lach* Nein, alles gut. Es hat prima geschmeckt und es ist mir bestens bekommen. Hätte es gerne in Flaschen abgefüllt. Aber ich glaube, in dieser Situation hätte ich auch fast schon aus jeder Pfütze getrunken… *lach*

Am Mini-Wasserfall selbst war es leider so gut wie unmöglich etwas Wasser zu bekommen ohne pitschnass zu werden und somit bin ich ohne weiteres Wasser weiter gelaufen. Was für eine Tortur!! Nach dem langen Weg auf den Kieselsteinen entlang, geht es jetzt nur noch bergauf, mit und ohne Stufen, doch fast immer nur bergauf. Ich hasse es! Mir tun die Beine so schrecklich weh! Auf geraden Ebenen zu laufen macht mir nichts aus, doch sobald es bergauf geht, ist es für mich „gelaufen“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Nun gut, schon fast komplett dehydriert kommen wir an den ehemaligen Wissower Klinken vorbei, die 2005 abgebrochen sind, und am Unesco-Welterbeforum (*unbezahlte Werbung*) an und bemerken leider erst hier, dass wir uns vor lauter lauter keinen einzigen Stein – kein einziges individuelles Mitbringsel, wie ausgewaschene Versteinerungen wie Seeigel, Bernsteine oder Hühnergötter, keine Steine, auch keine Muschel und erste recht keinen Donnerkeil – als Erinnerung mitgenommen haben. Oh man, wie doof!! Dabei habe ich es bestimmt zehn Mal erwähnt, dass wir unbedingt dran denken müssen, bevor wir den Strand verlassen. Doch da wir nichts „Schweres“ schleppen wollten, hatten wir vor, sie kurz vor dem Aufstieg zu sammeln. Naja, Pech gehabt. Beim nächsten Mal – hoffentlich – …

Was für eine Wohltat, endlich eine Pause einlegen zu können, in der wir uns mit Apfelsaftschorle, Wasser, Käsekuchen für den Lieblingsmensch, und eine große Portion Pommes für mich, stärken. Doch danach müssen wir leider weiter laufen, denn unsere Trude wartet ja schon auf uns und unser Parkticket ist auch schon längst abgelaufen. Nach über 12km Abenteuer sind wir dann endlich an der Trude zurück!! Was für eine Wohltat!

Mein Lieblingsmensch möchte gleich weiterfahren, denn bis nach Rumpshagen sind es jetzt noch 175km und über zwei Stunden laut Navi. Also los geht’s. Lieblingsmensch fährt und ich mache eine kleine Siesta. Bin fix und fertig.

Auf der Fahrt kommen wir am Pfanni-Werk (*unbezahlte Werbung*) in Stavenhagen vorbei und auch „quadratische“ Häuser – ganz ohne „Spitzdach“ – bekommen wir zu sehen und dann sind wir endlich da, in Rumpshagen, bei den Müritzalpakas (*unbezahlte Werbung*). Der Stellplatz ist schön gemacht, doch ich finde die angebotenen Nebenkosten etwas zu hoch. 15,00€ soll die Strom- und Wasserversorgung, inkl. WC und Dusche, pro Nacht und WoMo kosten. Das ist uns ehrlich gesagt zu teuer und wir bleiben autark.

Generell finde ich die Preise hier ein wenig „gesalzen“. Eine Farmführung, inkl. Fütterung der Tiere, sowie Hofladenbesichtigung soll pro Person 35,00€ kosten. Sorry, doch auch das ist uns viel zu teuer. Wir begnügen uns damit, die Alpakas, Esel und Pferde von unserem Stellplatz aus zu beobachten und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Zum Abendessen gibt es heute Cevapcici und Chicorée-Salat.

Tag 8: Freitag, 10.06.2022

Rumpshagen – „Fischerei & Räucherei“ in 17214 Alt-Schwerin (MV): 52km

Nach einer sehr ruhigen Nacht brechen wir auf in Richtung Alt-Schwerin. Im Gespräch mit zwei anderen Campern vor Ort auf dem Stellplatz erzählen sie uns von der Mückenplage an genau dem Stellplatz, an dem wir auch als nächstes hinmöchten. Wir denken uns nichts dabei… So schlimm wird es ja wohl nicht werden… Ich sag nur, schlimmer Fehler!! *lach* Doch eins nach dem anderen…

Nachdem wir also aufgebrochen sind haben wir die Wahl zwischen einer Therme und dem Bärenwald (*unbezahlte Werbung*) in Müritz. Wir entscheiden uns für letzteres und verbringen eine schöne Zeit dabei, Bären zu finden. Und tatsächlich, ein paar von ihnen haben wir tatsächlich zu sehen bekommen. Doch auch sonst war es in dem Bärenwald sehr interessant – vor allem wieder für Kinder.

Um ins Waldreich zu kommen, haben wir sogar einen Eid schwören müssen…

Den Naturentdeckerfpad haben wir natürlich auch mitgemacht und sind an einer ganz tollen Rutsch für Kinder bis 16 Jahren angekommen. Ein Mädel, ich würde sie auf 12 Jahre schätzen, ist gerutscht und fragte während dessen ihren Papa, was für eine Rutsche das denn sei. Und er antwortete ganz trocken: „Das ist die Futterrutsche!“ Was haben wir gelacht!!

Draußen auf dem Weg zum Parkplatz musste ich einfach die Ampel fotografieren, denn das Ampel-Männchen sieht ganz anders aus als bei uns.

Nach unserer Tour im Bärenwald sind wir weitergefahren zur „Fischerei und Räucherei Alt-Schwerin“ (*unbezahlte Werbung*). Wir sollten uns im Laden melden und dann würde man uns erklären wo genau der Stellplatz ist. Das ist immer mein Job und normalerweise klappt das auch ganz gut, doch heute bin ich total durch den Wind.

Die gute Dame erklärt mir sehr, sehr, sehr ausführlich, wie wir zu fahren haben und bei mir entsteht so ein Knoten im Hirn, dass ich alles genau verkehrt herum verstehe. Sie lacht nur und sagt: „Wenn Sie so fahren, landen Sie entweder im Acker oder im See…!“ Oh man!! Bitte nochmal mit ganz knappen Anweisungen… Okay: „Gerade aus, über die Brücke, erste links, zweite rechts.“ Na also, geht doch! *lach*

Da es sich bei diesem Stellplatz sowohl um einen Stellplatz vom Landvergnügen (*unbezahlte Werbung*), als auch um einen kostenpflichtigen Stellplatz handelt, ist es hier sehr, sehr voll. Doch wir finden trotzdem ein Plätzchen für uns auf der großen Wiese. Wir lassen erst einmal alles liegen und laufen wieder zurück zum Laden ums uns mit Leckereien einzudecken.

„Fischbrötchen-to-go“ muss natürlich auch sein und wir genießen den Anblick von der anderen Seite des Sees aus, während wir uns unsere Fischbrötchen schmecken lassen. Darüber hinaus haben wir uns noch einen frischen Aal (29,50€/kg), eine kleine geräucherte Marane (29,50€/kg) und ein Päckchen kalt geräuchertes Storfilet (52,00€/kg) mitgenommen. Die Marane ist super lecker. Schade, dass wir uns nur ein klitzekleines Exemplar davon mitgenommen haben.

Auf dem Rückweg entdecken wir noch eine witzige Raupe und „Kunst“ am Straßenrand.

Zurück in der Trude bemerken wir schon, dass es immer mehr Mücken werden und beschließen in der Trude sitzen zu bleiben. Wir öffnen alle Fenster und ziehen den Mückenschutz bzw. Insektenrollo runter. Einige Camper unterhalten sich über uns und finden es komisch, dass wir die ganze Zeit in der Trude sitzen anstatt raus zu kommen. Wir wären wohl keine echten Camper… Aber das stört uns überhaupt nicht. Hauptsache keine Mücken.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, sieht es mittlerweile aus, als ob es nieseln würde, doch in Wirklichkeit sind das nur die vielen, vielen kleinen Mini-Mücken! Das würde mich verrückt machen, wenn ich draußen sitze. Und noch dazu haben sich weitere Stechmücken dazu gesellt, wenn man die anderen Camper so hört. Nein, Danke!

Noch besser wird’s, als die zwei Camper direkt neben uns beschließen, eine kleine Fahrradtour zu unternehme und nach fünf Minuten mit einer Mund- und Nasenschutz-Maske vor dem Gesicht wieder da sind. Sie hätten es kaum ein paar Meter geschafft vor lauter Mücken. So viele Mücken hätten sie noch nie so schnell eingeatmet und geschluckt… *lach* Die Maske musste her, bevor sie noch daran ersticken. Oh man, und da soll ich mich raussetzen?! Never ever!!

Ich muss allerdings gestehen, nur drinnen zu sitzen trübt doch etwas die Stimmung und wir bekommen beide ein wenig schlechte Laune. Da hilft nur eins: SIESTA! *lach* Danach geht’s MIR zumindest schon etwas besser.

Doch an eine ruhige Nacht ist leider auch nicht zu denken. Zu viele Menschen auf einem Haufen. Sie trinken, essen, unterhalten sich lautstark, lachen und grölen die ganze Zeit. Wie soll man da nur schlafen?! Ich glaube, gegen 23.00Uhr wurde es langsam ruhiger. Ich sag nur, was für ein Tag und hoffentlich ist die Nacht schnell rum!

Übermorgen geht’s dann hier weiter…

Alles Liebe, Susana

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Privat | Reisebericht

Ostsee-Tour III

von am 25. Juni 2022

Tag 5: Dienstag, 07.06.2022

Testorf-Zarrentin – „Küstenmühle“ in 18146 Rostock (MV): 134km

Während unserer Fahrten in denen mein Lieblingsmensch fährt ist es für mich manchmal ein bisschen langweilig und ich suche mir irgendwas zu tun. Montags und Freitags habe ich ja meine Lückenfüller, die ich von unterwegs aus, in der Trude ausfülle, doch sonst fehlt mir ein wenig Beschäftigung. Manchmal nutze ich diese Zeit auch für eine kleine Siesta, doch heute habe ich mich meinen Würmchen (Dreads) gewidmet und habe sie während der Fahrt ein wenig mit Kokosöl verwöhnt. Nur in den Spitzen natürlich, doch schon das hat gereicht, damit es überall nach Kokos riecht. Gott sei Dank mögen wir beide den Geruch… *lach*

Unser Stellplatz ist heute die Küstenmühle (*unbezahlte Werbung*) in Rostock, ein Integrationsbetrieb, das Menschen mit und ohne Handicap beschäftigt. Wir wurden bei unserer Anmeldung sehr freundlich begrüßt und hatten unseren Spaß bei der Fahrrad-Wegbeschreibung bis nach Rostock. Letztendlich kam raus, dass wir am besten das Navi anmachen sollten. *lach*

Übrigens sind die Brombeer-Büsche hier super gemein! Ich wollte meinen Lieblingsmenschen nur einweisen beim Hochfahren auf die Keile und die Büsche haben sich einfach an mir „festgekrallt“. Ohne es zu merken hing ich erst mit meinen Dreads und dann auch noch mit dem Rest von mir in den Büschen fest! Gott sei Dank kam dann mein Retter in der Not! *lach*

Nun gut, gesagt, getan. Wir haben die Hühner – eh, nein, – die Räder gesattelt uns sind los. Nach ca. 20 Min. sind wir am Stadthafen in Rostock angekommen. Ich war sooo froh, als ich wieder vom Rad absteigen durfte. Warum weißt Du ja schon. Doch für diejenigen die gerne Radfahren, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Die Radwege sind wirklich gut ausgebaut und bis auf ein paar Brücken ist es auch immer schön flach.

Am Stadthafen selbst kann mein Lieblingsmensch natürlich nicht an der Fischbude mit den Fischbrötchen vorbei gehen, zu groß ist die Versuchung und vor allem die Vorfreude darauf. Ich gebe mich da mit einmal Abbeißen schon zufrieden. Danach haben wir uns den Stadthafen genauer angeschaut: Schiffe, in vielen verschiedenen Größen; Kräne zum Verladen; coole Stromkästen u.v.m.

Sogar das Schifffahrtsmuseum direkt am Stadthafen haben wir gefunden.

Da wir nicht weit entfernt von der Altstadt und der Fußgängerzone sind, haben wir uns natürlich auch diese angeschaut. Allerdings ist die Altstadt nicht wirklich groß und die Fußgängerzone überlaufen von Menschen. Das ist dann nicht so unsers…

Nur einen einzigen Halt, an der St. Marienkirche (*unbezahlte Werbung*), haben wir gemacht, die uns sehr beeindruckt hat. Da haben wir gerne jeweils 3,00€ Eintritt gezahlt. Leider kommt es auf den Fotos nicht ganz so schön und beeindruckend rüber. Eine Kerze für unsere Liebsten haben wir auch noch angezündet. Ich habe Dir hier den Rundgang durch die St. Marienkirche als PDF hinterlegt.

Das Wetter ist heute leider nicht ganz so toll. Es tröpfelt immer mal wieder von oben und somit beschließen wir, wieder an die Trude zu fahren, doch vorher hole ich mir an der oben besagten Fischbude noch eine Portion Pommes als Wegeproviant und eine Apfelschorle. Wobei wir das doch lieber in einem Strandkorb vor dem Regen geschützt essen und dann erst los fahren.

An der Trude selbst haben wir uns noch ein wenig umgeschaut und haben auf dem Hinterhof der Küstenmühle noch ein paar Ziegen entdeckt, nur streicheln lassen wollten sie sich nicht.

Zum Abendessen gibt es Hähnchen mit Chicoree-Salat und zum Nachtisch eine Runde Kniffel.

Tag 6: 08.06.2022 / Rostock – „Alte Pommernkate“ in 18573 Rambin auf Rügen: 84km

Heut sind wir ein bisschen kreuz und quer gefahren, bevor wir in Richtung Rügen aufgebrochen sind. Theoretisch wollten wir als erstes den Überseehafen in Rostock sehen, denn von hier aus haben wir in 2005 unsere erste und bis jetzt einzigste Katamaran-Fahrt gestartet, doch irgendwie war das total kompliziert zu finden und wir haben absolut keine Parkmöglichkeiten gefunden. Also haben wir, nachdem wir durch etliche Baustellen und Umleitungen gefahren sind, die Aktion abgebrochen und sind nach Warnemünde gefahren. Dafür haben wir fast eine Stunde gebraucht, obwohl es nur 24km entfernt liegt. Was für ein Verkehr!

Katamaran-Fahrt in 2005 vom Überseehafen in Rostock aus!

In Warnemünde hat uns ein ähnliches Spektakel erwartet, denn weder am Hafen, noch am Strand gibt es einen Platz an dem unsere Trude sich hätte guten Gewissens hinstellen können. Schon ein wenig frustriert haben wie dann, Gott sei Dank, den Yachthafen entdeckt und siehe da, dort stehen ganz viele WoMo’s. Der Parkplatz ist zwar gebührenpflichtig (6,00€ für max. 3 Std.), doch das ist uns jetzt egal. Hauptsache parken!

Als ich gerade meine Tasche packe und eine Flasche kaltes Wasser aus dem Kühlschrank holen möchte, fällt mir eine Cola-Dose runter und explodiert regelrecht. Irgendwie hat sie einen Riss bekommen und das ganze Cola sprudelt wie eine Fontäne überall hin. Die komplette Trude und ich sind voller Cola. Igitt! Was für eine Sauerei. Selbst an der Decke und unter dem Tisch klebt Cola. Also heißt es jetzt erst einmal putzen und umziehen, bevor es tatsächlich an den Yachthafen geht. Wie gut, dass wir drei Stunden Zeit haben! *seufz*

Siehst Du den Riss im unteren Teil der Dose? Du glaubst ja gar nicht, wie viel Cola da raus kommen kann!!

Am Yachthafen selbst laufen wir erst auf der einen Seite den Schiffen entgegen und genießen die Aussicht…

…und kehren dann zurück um das gleiche auf der anderen Seite zu tun. Bis zu den Leuchttürmen sind wir gelaufen und ich kann Dir sagen, es ist sehr, sehr windig.

Eine schöne Promenade mit vielen Fischbuden und tollen Geschäften ist hier zu finden. Mein Lieblingsmensch kann natürlich auch heute nicht widerstehen und kauft sich ein Krabbenbrötchen. Die Verkäuferin rät ihm, dass Brötchen schnell zu Essen und gut auf die Möwen aufzupassen, denn sie hätten auch Hunger und wären sehr gierig. So schnell habe ich noch nie meinen Lieblingsmenschen ein Brötchen Essen sehen… *lach*

Auf dem Rückweg haben wir uns dann an der gleichen Fischbude noch ein Stück frischen Lachs mitgenommen. Das Kilo lag bei 32,00€ – da hatten wir Glück, dass es nur knapp 250 Gramm waren. Die Flunder war zwar noch frischer, doch wusste ich nicht, wie ich sie in der Trude hätte zubereiten sollen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Nach unserer Tour durch Warnemünde, die wir auch zeitlich gut geschafft haben, sind wir nach Graal-Müritz gefahren – also wieder genau in die entgegengesetzte Richtung – und wieder eine gute Stunde Autofahrt. In Graal-Müritz war ich 2005 zur Kur und wollte gerne sehen, ob, und wie es sich seitdem verändert hat.

Das Kurhaus steht noch, mein Lieblingsitaliener (*unbezahlte Werbung*) von damals auch – hat sogar immer noch das gleiche Gericht auf der Karte stehen: „Spaghetti con aglio“ -, und die Seebrücke sowieso. Der kurze Spaziergang hat uns gut getan und es kommen ein paar schöne Erinnerungen hoch. Damals hat mich mein Lieblingsmensch vor Ort besucht und wir waren gemeinsam Kaffee trinken. Die Bedienung ist irgendwie gestolpert und hat mir ein ganzes Glas Kaffee-Likör samt Eiswürfel übergeschüttet. Gott sei Dank hatte ich es nicht weit um mich umzuziehen. Auch haben wir damals gemeinsam einen Riesen-Windbeutel gegessen – das war zu dieser Zeit das Highlight in Graal-Müritz. Das Café gibt es wohl noch, doch es soll wohl nicht mehr so gut sein. Wir haben es dieses Mal nicht ausprobiert und uns mit einem Softeis begnügt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir das Softeis bei uns besser schmeckt und ich hier zumindest kein Bauchweh davon bekomme. Vielleicht lag es aber auch an der Portion Eierlikör die regelrecht darauf geschwommen ist… *lach* Hühnergötter habe ich dieses Mal keine gefunden, allerdings waren wir auch nicht am Strand spazieren.

Übrigens werden als Hühnergott in Deutschland volkstümlich ein Stein mit einem natürlich entstandenem Loch bezeichnet. Hier (*unbezahlte Werbung*) kannst Du mehr darüber lesen.

Nachdem wir jetzt also eine weitere gute Stunde gefahren sind, sind wir endlich in der Alten Pommerkate (*unbezahlte Werbung*) in Rambin auf Rügen angekommen.

Unsere Tagesaufgaben sind:

  • Aufgabe Nr. 1 – den Laden besichtigen!
  • Aufgabe Nr. 2 – Fischbrötchen genießen!
  • Aufgabe Nr. 3 – Bier-Verkostung!

Aufgabe 1: Laden besichtigen! Erledigt!

Ein toller Laden mit allem was das Herz begehrt. Wir haben uns hier mit gluten-freien Nudeln aus der Nudelwerft, Honig, der blütenweiß ist, und ein paar getrockneten Hirschknackern eingedeckt. Es gab vieles zu entdecken und vor allem die bemalten Steine als auch die Clogs haben mich fasziniert.

Aufgabe 2: Fischbrötchen genießen! Erledigt! Sogar mehrmals… *lach*

Mein Lieblingsmensch hat ein Fischbrötchen nach dem anderen verschlungen und ich habe mich mit ein paar Scheibchen Räucherlachs, ein paar Streifen von einem gebeizten Lachs und Algensalat begnügt. Mmhm, super lecker! Wir wollten auch frischen, bzw. wie man hier sagt, „grünen“ Aal mitnehmen, doch leider hätten wir ihn 24 Stunden vorher bestellen müssen.

Aufgabe 3: Bier-Verkostung bei der Insel-Brauerei (*unbezahlte Werbung*)! Erledigt!

Allerdings nur von meinem Lieblingsmensch, denn ich trinke ja kein Bier. Doch die Apfelschorle und der Espresso sind auch lecker! *zwinker* Eine kleine Besichtigungstour gibt’s noch dazu!

Abends habe ich mich dann geweigert noch zu kochen und somit haben wir den Abend mit einem schönen Spaziergang und einer weiteren Runde Kniffel ausklingen lassen.

Morgen erzähle ich Dir dann den nächsten Teil unserer Tour!

Alles Liebe, Susana

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Freitagsfüller | Privat

Freitagsfüller #683

von am 24. Juni 2022

Ein Projekt von Barbara. Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen – immer freitags!

1. Meine Bikinifigur – ganz einfach: Klamotten aus. Bikini an! Tadaaa: Bikini-Figur. Oder noch besser, einfach nackt baden gehen, dann brauch ich auch keine Bikini-Figur! *lach*

2. Ich werde nachher wieder meine Eltern anrufen. Sie freuen sich sehr, wenn wir gemeinsam „Videotelefonieren“ und ich mich natürlich auch. Bei uns gibt es immer was zu erzählen und ich gestehe wir telefonieren bestimmt zwischen vier und sieben Mal die Woche… Ja, ich vermisse sie doch sehr! Und sie uns auch! Und das Beste daran ist, dass wir uns immer was zu erzählen haben! Immer!!

3. Wollte ich nicht schon seit einer halben Ewigkeit meinen Dreads eine Tiefenreinigung verpassen? Nun, ich glaube, heute ist es so weit. Ich hab das aufblasbare Waschbecken und alle Zutaten wie Meersalz, Natron, Zitronensaft und Apfelessig besorgt. Entweder geht alles gut und sie werden wieder sauber und hoffentlich auch wieder schön. Oder ich mach sie nach und nach wieder raus, denn im Moment nerven sie mich. Ich hatte versucht die Spitzen ein wenig auszukämmen, damit sie schöner werden, doch ich habe leider das Gegenteil davon erreicht. *seufz* Dreads! Letzte Chance!!

4. Morgen bin ich wieder unterwegs und zwar in Langen. Ich hospitiere bei einem Reiki Seminar. Bin schon sehr gespannt, wie es wird und ich freu mich riesig drauf. Wird mir bestimmt sehr gut tun. Wir sind nämlich immer noch sehr fertig, durch den Tod unseres Freundes. Heute ist die Beerdigung und wir haben uns bewusst entschieden nicht hin zu gehen. Klingt für manche vielleicht etwas befremdlich, vor allem mit „letzter Ehre“ erweisen, etc., und wir hoffen, dass die Familie uns das verzeihen kann. Doch er weiß, wie wichtig er uns ist und so viele traurige Menschen (v)ertragen wir zurzeit einfach nicht, denn jeder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen.

5. Die Modesünde des Sommers für mich, wie jedes Jahr, Sandalen mit Socken – egal welchen Socken! Finde ich ganz schrecklich. Oder auch, wenn Mädels Röcke anziehen, die eher nach einem Gürtel als nach einem Rock aussehen, weil sie so mega kurz sind. Ich zeige auch gerne Haut, aber bitte in Maßen und nicht in Massen! Lasst es spannend und zeigt nicht gleich alles! *zwinker*

6. Als die Kinder noch klein waren, habe ich ihnen immer erzählt, sie sollten mit ihrem Nagel ein Kreuz auf die Mückenstiche zeichnen und dann Spucke drauf, das würde helfen… Daran hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr gedacht und mich letztens bei unserer Jüngsten über Mückenstiche beschwert. Da rief sie mir genau das in Erinnerung… *lach* An was sich die Kids alles erinnern können, was?! Mittlerweile ist sie 23 Jahre alt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend – vielleicht grillen wir wieder, morgen habe ich geplant, zum oben erwähnten Reiki Seminar bei Andrea (*unbezahlte Werbung*) zu fahren und Sonntag möchte ich mich einfach nur entspannen und das Wetter genießen!

Alles Liebe, Susana

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Privat | Reisebericht

Ostsee-Tour II

von am 23. Juni 2022

Tag 3: Sonntag, 05.06.2022 – Pfingsten

Meinhard – „Bode-Kirchhoff“ in 38536 Meinersen (NI): 183km

Der heutige Tag fängt leider mit einer ganz, ganz schrecklichen Nachricht an. Der beste Freund meines Lieblingsmenschen – gerade mal 50 Jahre alt – ist gestern Nachmittag bei einem Verkehrsunfall mit dem Rad tödlich verunglückt. Er war auf der Stelle tot. Eine Welt ist zusammengebrochen. Wir sind wie erstarrt und können es nicht fassen. Es ist so unwirklich. Das kann nicht sein. Uns fehlen die Worte…

***Lieber T., Ruhe in Frieden! Wir tragen Dich im Herzen bei uns!***

Nachdem wir uns einigermaßen wieder gefasst haben, beschließen wir den Urlaub nicht abzubrechen. Für ihn können wir sowieso nichts mehr tun und die Freundin ist von ihrer Familie und lieben Freunden bestens versorgt. Wir packen zusammen und fahren schweigend, jeder in seinen Gedanken versunken und mit getrübter Stimmung weiter.

Unsere erste Station ist das Internationale Mühlenmuseum (*unbezahlte Werbung*) in Gifhorn, dass im Moment nur für Sonderveranstaltungen geöffnet hat. Wir haben also mega Glück, dass dort gerade das Pfingst-Fest stattfindet und wir noch nicht einmal Eintritt zahlen müssen. Nachdem wir uns einige Windmühlen angeschaut haben, bekommen wir Hunger, denn wir haben heute nichts gefrühstückt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und einer mega langen Schlange, bekommen wir endlich unser „Steinofen-Sonnenblumenkerne-Brot“ und Kuchen. Im Anschluss holen wir uns noch eine Bratwurst und ein Steak. Die Bratwurst und das Steak schmecken leider überhaupt nicht gut. Das Brot naja, doch der Kuchen – einmal Butter- und einmal Streusel-Kuchen – ist super lecker. Wir haben sogar kurz überlegt, ob wir uns noch ein Stück holen sollen, doch dann war uns die Schlange doch wieder viel zu lang und einmal sündigen reicht ja auch…

Danach geht es weiter auf den Bauernhof, der auch wieder etwas abseits liegt. Wir beschließen daher, dass wir an diesem Tag genug gelaufen sind und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Unser Gastgeber schaut noch kurz vorbei, bevor er bis zum übernächsten Tag wegfährt und gibt uns eine kleine Einweisung für Dusche, WC, SB-Laden, etc. Auch bietet er uns an, dass wir gerne noch länger bleiben können und falls wir Wäsche zum Waschen hätten, wäre auch eine Waschmaschine vorhanden. Was für eine coole Socke! So ein Angebot bräuchten wir nächste Woche… *lach* Der Hof ist übrigens für Kinder ideal! Die Kleinen können sich mit den Tieren beschäftigen oder auf die Strohburg klettern und für die Großen steht eine Dirtbikebahn, eine Gokartstrecke und ein Fußballplatz zur Verfügung. Von Juli bis Oktober gibt es dort sogar ein Maislabyrinth. Wir waren allerdings einen Monat zu früh für das Labyrinth. Schade.

Bevor wir allerdings zum gemütlichen Teil des Abends kommen, schauen wir uns natürlich die ganzen Tiere an. Von Wollschweinen über Gänse und Hühner bis hin zu Ziegen – alles ist vorhanden. Mein Lieblingsmensch wird dann auch vom Senior gebeten, ihm zu helfen, den Ziegenbock „Hans“ in den Stall zu bringen, da er alleine nicht mehr die Kraft dazu hat. Na klar, das ist doch kein Problem für ihn. In der Trude haben wir dann noch ein paar Möhrchen entdeckt, die wir dann Hans und seinen beiden Freundinnen gebracht haben. Was haben die sich darüber gefreut! Und streicheln durften wir sie auch.

Im SB-Laden gibt es neben Eis am Stiel und Getränken, unter anderem auch unsere Lieblingsseife „Duschbrocken“ (*unbezahlte Werbung*), die wir auch immer benutzen – allerdings benutzen wir nur „Carlos Cocos“. *zwinker* Was für ein Zufall und mich hat’s gefreut!

Zum Abendessen gibt es heute wieder Würstchen und Steak und dazu ein Kichererbsensalat mit Gurke, Tomate und Nüssen.

Tag 4: Montag, 06.06.2022 – Pfingstmontag

Meinersen – „Mosaik und Weide“ in 19246 Testorf-Zarrentin (MV): 162km

Heute Morgen sind wir schon recht früh los gefahren, so dass wir super pünktlich am Otterzentrum (*unbezahlte Werbung*) in Hankensbüttel angekommen sind und haben dort erst einmal auf dem Parkplatz ausgiebig gefrühstückt, bevor wir uns die Tierchen angeschaut haben. Uns wurde empfohlen an den Schaufütterungen dran teilzunehmen, da es auch viele Nachtaktive Tiere gibt, die sonst vielleicht nicht zu sehen sind, doch wir sind einfach in unserem Tempo und nach Lust und Laune durchgelaufen. Es war ein tolles Erlebnis und für Kinder ist es bestimmt umso schöner. Ich habe Dir mal den Flyer eingescannt. Du findest hier sowohl den Erlebnisrundgang als auch die Preisliste.

Danach sind wir an super lustigen Straßennamen, wie z.B. „Zum Lustigen Strumpf“ oder auch „Kartoffelberg“ weitergefahren bis zu unserem Stellplatz. In Schweimke allerdings hat uns eine Straßensperre aus Pfingstbäumchen im Bollerwagen und einigen Kindern erwartet. Die Kinder haben einen kleinen Text aufgesagt und nach dem wir ihnen eine kleine Spende oder besser gesagt „Wegezoll“ gezahlt haben, wurde der Bollerwagen weggezogen und wir durften weiterfahren. Echt süß, was sich die Kinder in ländlichen Gegenden alles einfallen lassen. Das wäre uns zu Hause nicht passiert… *lach*

Auf unserem Stellplatz selbst haben wir Birgit kennen lernen dürfen. Eine ganz tolle Frau, die dort einen super schönen Selbstversorger-Garten betreibt, neben ihrer Werkstatt für Mosaik und Weide (*unbezahlte Werbung*). Kröten, Hühner mit ihren frisch geschlüpften Küken, sowie eine Katze sind dort auch zu Hause. Und vor allem hat sie tolle Skulpturen überall in ihrem Schaugarten ausgestellt, der jederzeit, gegen einen kleinen Unkostenbeitrag, besucht werden darf. Sie gibt auch Kurse und Workshops und mich hat es natürlich sehr, sehr arg in den Fingern gejuckt.

Es war so schön von meinem Lieblingsmensch – der mich einfach nach über 30 Jahren Beziehung schon in- und auswendig kennt – zu hören: „Na Schatz, möchtest Du es nicht einmal versuchen?“ Klar, möchte ich es versuchen und so bin ich einen großen Teil des Nachmittages in der Werkstatt verschwunden gewesen und hab meine erste Mosaik-Arbeit fertig gestellt. Was es geworden ist, zeige ich Dir in einem anderen Beitrag. Vor Ort habe ich auch eine andere Teilnehmerin und Camperin kennen gelernt, die regelmäßig zu Birgit fährt um Mosaik-Arbeiten fertig zu stellen. Wenn es für mich nur nicht so weit weg wäre… *lach*

Die Weide-Arbeiten fand ich auch so super schön, doch diese Kurse gibt sie nur ganz gezielt und meistens auch nur im Herbst- und Winter, da sie dafür die Weide einweichen muss und das einfach sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Schade. Dafür hätte ich mir auch noch gerne Zeit genommen. Aber wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja wieder.

Mein Lieblingsmensch hat sich in dieser Zeit das Rad geschnappt und ist an den Schaalsee gefahren. Das war theoretisch unser gemeinsames Ziel, wobei er mir dann gestanden hat, dass diese Strecke nichts für mich gewesen wäre. Also praktisch alles richtig gemacht. Perfekt!

Als ich mit meinem Werk fertig war haben wir es uns zusammen noch in dem wundervollen Garten gemütlich gemacht bevor wir dann gemeinsam zu Abend gegessen haben. Es gab „Arroz a la cubana“, das ist Reis mit Tomatensoße und Spiegelei oben drauf. Hört sich zwar vielleicht nicht so lecker an, doch es schmeckt himmlisch – zumindest uns. Und eine schöne Erinnerung an meine verstorbene Patentante ist es auch, denn dort haben wir es zum ersten Mal gegessen. Mit ausgebackenen Kochbananen-Chips wäre es perfekt gewesen, doch die bekommt man leider nicht ganz so oft und in der Trude wollte ich diese auch nicht unbedingt in heißem Fett ausbacken.

Übermorgen geht’s dann weiter mit der Tour!

Alles Liebe, Susana

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Privat | Reisebericht

Ostsee-Tour I

von am 22. Juni 2022

Tag 1: Freitag, 03.06.2022

Bensheim-Schönberg – „Hof Sonnenberg“ in 63619 Bad Orb (HE): 110km

Nachdem mein Lieblingsmensch von der Arbeit zurückgekommen ist und sich frisch gemacht hat, sind wir auch gleich losgefahren, denn mittlerweile haben wir schon 15.00Uhr. Und da wir grundsätzlich – bis auf wenige Ausnahmen – gerne über die Landstraße fahren, brauchen wir für die 110km ein bisschen länger als über die Autobahn – um genau zu sein, haben wir über drei Stunden gebraucht… Doch dafür erfreuen wir uns umso mehr an der schönen Landschaft.

Heute geht es, wie schon erwähnt nach Bad Orb auf den Hof Sonnenberg (*unbezahlte Werbung*). Allerdings machen wir in Ober-Ramstadt noch einen kurzen Zwischenstopp zum Einkaufen. Bei Ankunft an unserem Stellplatz hat es leider ein bisschen von oben getröpfelt, so dass die Anfahrt auf den eigentlichen Platz nicht ganz so schön ist – es ist zum Teil sehr steil und matschig und mit so einigen Schlaglöchern besäht. Wir stehen auf einer großen, unebenen Wiese direkt neben den Pferden. Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit mit dem „optimalen Stellplatz finden“ verbracht haben, kommt eine Dame aus dem WoMo nebenan raus und begrüßt uns mit den Worten: „Ich hab‘ sieben Minuten länger gebraucht, bis ich den optimalen Platz gefunden habe!“ Was haben wir gelacht! So eine Begrüßung hat schon was…

Nachdem wir uns „häuslich“ eingerichtet haben, sind wir zum hofeigenen SB-Laden gelaufen in dem es die verschiedensten Automaten gibt: Getränke, Wurst- und Fleischwaren, Speiseeis aus eigener Herstellung, u.v.m. Wir haben uns zwei kleine Eisbecher und ein paar „Italiener“ (das sind kleine getrocknete Würstchen, die noch lange mit uns „gebabbelt“ haben) gegönnt.

An der Trude (WoMo) selbst, gibt es heute selbstgemachte Burger zum Abendessen. Mmhm, lecker!! Für einen „Deckel“ hat das „Mais-Brot“ unserer Lieblingsbäckerei Come (*unbezahlte Werbung*) nicht mehr gereicht… *lach*

Was unsere Ausflüge angeht, haben wir es heute sehr ruhig angehen lassen, da wir zum einen ja verhältnismäßig erst recht spät an unserem Stellplatz angekommen sind und es auch noch regnet und zum anderen, der Hof ca. 2km vom Zentrum entfernt liegt. Aber das macht uns gar nichts – wir genießen die Zeit in der Trude!

Tag 2: Samstag, 04.06.2022 – unser 29. Hochzeitstag!

Bad Orb – „Hof Menthe“ in 37276 Meinhard (HE): 156km

Auf unserer heutigen Strecke von Bad Orb nach Meinhard zum Hof Mente (*unbezahlte Werbung*) ist uns aufgefallen, dass ganz viele von den Nahverkehr-Bussen in dieser Umgebung jeweils einen Anhänger für Fahrräder mit sich führen. Das hat uns sehr beeindruckt, besonders mich, wie sie die Kurven gemeistert haben! Bin gespannt, ob ich das irgendwann auch mal so locker flockig mit unserer Trude hinbekomme…

Auch haben wir viele, viele Holunderbüsche voller Blüten entdeckt, bei dem unser „Running-Gag“ immer wieder zum Vorschein kommt… Vor einigen Jahren sind wir spazieren gewesen und mir kam spontan die Idee ein paar Holunderblütendolden zu sammeln. Ich habe die Tasche gehalten und mein Lieblingsmensch – in Badelatschen und kurzen Hosen!! – musste durch die Brennnesseln laufen um an die Blütendolden ran zu kommen. Seitdem finden wir immer die eine oder andere Ausrede, warum er gerade heute keine Holunderblütendolden sammeln kann, denn entweder fehlen die kurzen Hosen, die Badelatschen oder die Brennnesseln… *lach*

Bevor wir an unseren Stellplatz gefahren sind, haben wir noch einen Stopp am Werratalsee bei Eschwege eingelegt. Allerdings nur um zu Frühstücken und ein paar Fotos zu schießen, denn zum Laufen oder Radfahren hatten wir beide keine Lust. Wobei wir gesehen haben, dass es bestimmt eine schöne kleine Radtour von ca. 7km gewesen wäre. Ja, ich weiß, für Dich vielleicht ein Klacks, doch für mich ist das schon eine richtige Herausforderung. Ich habe erst sehr spät Fahrradfahren gelernt und mich begleitet seitdem immer eine große Angst beim Radfahren. Noch dazu macht es meine Fibro auch nicht besser, da ich sofort mit Schmerzen reagiere, sobald ich das erste Mal in die Pedale trete. Also, ja, 7km wären schon mehr als genug für mich gewesen…

Auf dem Stellplatz angekommen, sind wir gleich vom Junior mit Handschlag begrüßt worden, was uns sehr imponiert hat. Denn wir finden, das ist eine ganz tolle Geste, die wir leider nur noch sehr selten geboten bekommen.

Jetzt wird es wieder Zeit etwas zu Essen, bevor wir auf Erkundungstour gehen. Wir wollen zum Schloss Wolfsbrunnen (*unbezahlte Werbung*), was ca. 3km von uns entfernt liegt. Was wir allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht wissen ist, dass es inzwischen ein Hotel ist, an dem auch noch eine Hochzeit heute stattfindet – also geschlossene Gesellschaft… Da hatten wohl mehrere Leute die gleich Idee wie wir, am 04.06. zu heiraten. Nur haben wir das vor 29 Jahren gemacht! Ja, heute ist unser Hochzeitstag! *freu*

Auf dem Weg dorthin, hat mich mein Lieblingsmensch Mitten auf dem Weg zu sich gerufen. Und als ich ganz Nahe bei ihm stand, sagte er nur: „Schau mal hoch!“ und hat mich geküsst. Wir standen genau unter einem Mistelzweig. Ist das nicht ramontisch?! – wie unsere leider viel zu früh verstorbene Lieblingsschwägerin immer gesagt hat…

Da ich nicht gerne den gleichen Weg hin und zurück laufe, sind wir über Schwebda zurückgelaufen, in der Hoffnung ein kleines Café oder ähnliches zu finden. Doch leider ohne Erfolg. Auch beim Bäcker hatten wir leider keinen Erfolg mehr, denn sie verkaufen nur am 1. Samstag im Monat auf Vorbestellung ihr Brot. Der 1. Samstag war zwar richtig, doch bestellt hatten wir ja nichts, also sind wir in dieser Hinsicht leer ausgegangen… Ein Highlight war allerdings auf dem Rückweg die Baumelbank die wir gefunden und ausgiebig genutzt haben. Das tat richtig gut nach dem Umweg!

Am Hof wieder angekommen, konnten wir die Kühe begutachten und einen Liter ganz frische Milch erwerben. Leider ist uns die Milch – vor allem mir – nicht wirklich bekommen und nach einer kleinen Schüssel Erdbeeren mit Milch war ich dann öfters auf dem Klo als mir lieb war.

Am SB-Hofladen selbst haben wir uns mit Eiern, einem Ring getrockneter Wurst und Bratwürsten versorgt.

Zum Abendessen gibt es dann Würstchen für meinen Lieblingsmensch und Steak für mich – ich esse nicht so gerne Bratwurst und er liebt sie über alles -, dazu noch Käsespießchen und Salat.

Morgen geht’s weiter mit der Tour!

Alles Liebe, Susana

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