Privat | Reisebericht

Das Mittelmeer und der Norden Spaniens III

von am 17. Juni 2021

Nachdem wir uns sonntags schweren Herzens von meinen Eltern verabschiedet haben, sind wir in Richtung Galizien weiter gefahren. Genau gesagt, sind wir bis nach Uclés (Cuenca – Castilla La Mancha) gekommen und haben am Kloster „Monasterio de Uclés“ geschlafen. Da ich leider nicht schnell genug reagiert hatte, ist mein Lieblingsmensch mit der Trude von den Keilen abgerutscht und wir haben uns ein Plastikteil kaputt geschlagen. Danach mussten wir echt kämpfen um den Keil wieder raus zu bekommen, denn er hatte sich ganz blöd eingeklemmt. Gott sei Dank ist nur das Plastik kaputt gegangen und nicht auch noch das Kabel darunter. Da hatten wir echt Glück im Unglück! Nach der Aktion bin ich jedes Mal, wenn es hieß auf Keile oder rückwärts irgendwo ran fahren, sofort ausgestiegen! *lach* Beim Rückwärtsfahren hat nämlich die Kamera dieses Mal nichts gebracht, da wir nur die Räder gesehen haben. *seufz* Da müssen wir uns noch eine andere Lösung dafür einfallen lassen.

Vor der Weiterfahrt haben wir uns noch einmal auf der „Bascula“ – einer öffentlichen Waage – gewogen und waren heilfroh, dass unser Gewicht passt! Die Fahrt ging dann weiter, an Madrid vorbei, bis nach San Adrián del Valle (León – Castilla y León). Dort haben wir einen hübschen Stellplatz gefunden in einem Dörfchen in dem es nichts mehr gibt. Ein nettes altes Pärchen, das im Schatten am Straßenrand saß – was so typisch spanisch ist – informierte uns darüber, dass es in dem Dorf nichts mehr gäbe: kein Café, keine Einkaufsmöglichkeiten, keinen Arzt, nicht einmal mehr einen Pfarrer hätten sie und waren echt traurig darüber. Das Dorf selbst war wunderschön.

Was uns sehr beeindruckt hat, waren die vielen „bodegas“ (Weinkeller) die es gab. Von außen hat man nur immer wieder kleine „Belüftungs-Schornsteine“ gesehen, doch wir konnten uns nicht wirklich vorstellen was sich dahinter verbirgt. Wir hatten Glück bei unserer Tour und haben einen Herrn angetroffen, der uns alles gezeigt hat und uns bestens darüber informiert hat. Diese „Gewölbekeller“ sind sehr, sehr tief und sie wurden alle per Hand angefertigt. Mehrere Meter geht es tief in den Hügel hinein und dort stehen Fässer, sowie eine selbstgebaute Anlage um Wein herzustellen. Heutzutage werden die meisten nur noch als Lageraum genutzt, doch früher wurde da richtig leckerer Wein hergestellt.

Am nächsten Morgen sind wir dann noch eine Runde durch die Felder gelaufen und haben die Landschaft und die Pflanzen genossen bevor unsere Fahrt weiterging.

Nach weiteren 330km und 3 Stunden Fahrtzeit sind wir dann bei unseren Freunden in Albelos (Tui – Pontevedra – Galicia) angekommen. Doch davon erzähle ich Dir beim nächsten Mal mehr…

Alles Liebe, Susana

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Privat | Reisebericht

Das Mittelmeer und der Norden Spaniens II

von am 16. Juni 2021

Nach 3 Tagen und guten 1800km sind wir dann samstags endlich in Cullera angekommen und es gab das leckere „vorbestellte“ Abendessen: Gambas und Sepia.

Doch vorher gab es noch die eine oder andere Herausforderung für uns, denn die kostenlosen Stellplätze, die wir in den letzten Jahren nutzen konnten, wurden leider geschlossen und so ist uns nichts anderes übrig geblieben, als auf den Campingplatz Santa Marta auszuweichen. Doch Dank „Covid“ hat uns dort schon die nächste Überraschung erwartet. Die Campingplätze haben nämlich bis auf weiteres nur von Freitag Morgen bis Sonntag Abend geöffnet – unter der Woche sind sie zu! OH NEIN!! Was machen wir jetzt?! Nach langer Überlegung, haben wir uns letztendlich dazu entschlossen, unsere liebe Trude (WoMo) auf dem Campingplatz stehen zu lassen, denn das war Gott sei Dank möglich und haben die nächsten Tage bei meinen Eltern geschlafen. Das war zwar so nicht geplant, doch Not macht erfinderisch. Meine Eltern haben sich natürlich umso mehr gefreut, da sie uns so noch viel intensiver bei sich hatten, als wenn wir abends immer wieder zur Trude gegangen wären. Auf dem Weg zu meinen Eltern, 45 Min. zu Fuß, sahen wir aus wie „Rucksack-Touristen“, denn wir mussten ja genügend Sachen für fünf Tage mitnehmen. Die E-Bikes hatten wir auch dabei und so konnte mein Lieblingsmensch, während ich meine Tante im Altersheim besucht habe, eine schöne Tour genießen und viele tolle Eindrücke sammeln.

Zu Fuß haben wir Cullera natürlich auch erkundet, so wie jedes Jahr und haben u.a. festgestellt, dass das seit Jahren unfertige Hochhaus endlich fertig geworden ist. *lach* Und noch ein paar schöne Fleckchen entdeckt – wie immer eigentlich – ich kann mich davon einfach nicht satt sehen.

Wie Du siehst haben wir viele Touren am Strand gemacht, doch auch das „alte“ Cullera hat etwas zu bieten…

Und selbst bei Nieselregen kann man es sich bei einem „Tinto de Verano“ (Rotweinschorle) gut gehen lassen.

Schweren Herzens ging dann unsere Tour nach acht Tagen bei meinen Eltern weiter in Richtung Norden, um genau zu sein, nach Galizien, denn dort erwartete uns schon eine liebe Freundin der Familie. Doch davon beim nächsten Mal mehr…

Alles Liebe, Susana

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Privat | Reisebericht

Das Mittelmeer und der Norden Spaniens I

von am 13. Juni 2021

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir endlich wieder nach Spanien zu meinen Eltern reisen und dann weiter in Richtung Norden, denn wir wollten nicht nur eine liebe Freundin dort besuchen, sondern auch mal etwas anderes von Spanien sehen und vor allem den Atlantik erleben. So haben wir also kurz vor Abreise von einen PCR-Test machen lassen und sind dann Mittwoch Nachmittag los gefahren in Richtung Französischer Grenze.

In Eschbach, laut Navi nach zwei einhalb Stunden und knapp 250km, haben wir unseren ersten Stopp eingelegt und haben hier übernachtet. Nach einer ruhigen Nacht sind wir am nächsten Morgen ganz ohne Kontrollen in Frankreich eingefahren und die Tour nahm ihren Lauf.

Zur deutschen Mittagszeit – oder besser gesagt, zur spanischen Frühstückszeit *lach* – sind wir in Moissey in unserer Lieblingsbäckerei in Frankreich angekommen. Jedes Mal wenn wir diese Tour fahren, halten wir genau an dieser Bäckerei an und gönnen uns ein Croissant und ein Baguette. Nach knapp 3 Stunden Fahrt und 230km haben wir uns eine kleine Pause inkl. Spaziergang um uns die Füße zu vertreten genehmigt.

Bei Saint-Flour konnten wir Berge voller Schnee entdecken, bevor wir dann bei Loubaresse unseren Schlafplatz nach weiteren 5 Stunden und 415km angesteuert haben. Auch hier waren wir an einem uns bekanntem Platz. Hier sollte mal ein Campingplatz entstehen, doch warum auch immer wurde dieses Vorhaben nicht beendet.

Am nächsten Morgen haben wir uns noch an einem „Honig-Automaten“ mit leckerem französischen Honig eingedeckt und dann ging es über Millau weiter in Richtung Spanische Grenze. Auch hier sind wir ohne jegliche Grenzkontrollen durchgekommen. In Le Perthus war auf der „Einkaufsmeile“ sooo viel los, dass wir hier unseren ersten kleinen Stau hatten. Die Leute haben sich mit und ohne Masken regelrecht getümmelt. Was bin ich froh, dass wir nicht aussteigen mussten.

Nach weiteren 6,5 Stunden und 520km Fahrt sind wir dann in Spanien an unserem Schlafplatz in Navarcles (Barcelona) angekommen. Für eine Nacht ganz okay und zum Spazieren gehen wunderschön, doch es war sehr laut – vor allem durch Hundegebell.

Von hier aus, hatten wir dann unseren Besuch bei meinen Eltern angekündigt und gleichzeitig unseren Essens-Wunsch angegeben, bevor es dann am nächsten Morgen weiter in Richtung Heimat (Cullera) ging. Bei Manresa (Barcelona) haben wir eine wunderschöne Bergkette von fast allen Seiten bewundert und es ging durch viele Höhenmeter und viele Tunnel – was ich so gar nicht mag! Bei Benicàssim (Castellón de la Plana) konnten wir dann vom Auto aus schon einen schönen Hafen entdecken und kurz vor Cullera die angrenzenden, bereits gefluteten, Reisfelder begutachten. Insgesamt sind wir an diesem Tag rund 450km in 5 Stunden gefahren.

In Cullera angekommen haben uns dann schon die nächsten Herausforderungen erwartet. Doch davon beim nächsten Mal mehr…

Alles Liebe, Susana

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