Privat | Reisebericht

Ostsee-Tour III

25. Juni 2022

Tag 5: Dienstag, 07.06.2022

Testorf-Zarrentin – „Küstenmühle“ in 18146 Rostock (MV): 134km

Während unserer Fahrten in denen mein Lieblingsmensch fährt ist es für mich manchmal ein bisschen langweilig und ich suche mir irgendwas zu tun. Montags und Freitags habe ich ja meine Lückenfüller, die ich von unterwegs aus, in der Trude ausfülle, doch sonst fehlt mir ein wenig Beschäftigung. Manchmal nutze ich diese Zeit auch für eine kleine Siesta, doch heute habe ich mich meinen Würmchen (Dreads) gewidmet und habe sie während der Fahrt ein wenig mit Kokosöl verwöhnt. Nur in den Spitzen natürlich, doch schon das hat gereicht, damit es überall nach Kokos riecht. Gott sei Dank mögen wir beide den Geruch… *lach*

Unser Stellplatz ist heute die Küstenmühle (*unbezahlte Werbung*) in Rostock, ein Integrationsbetrieb, das Menschen mit und ohne Handicap beschäftigt. Wir wurden bei unserer Anmeldung sehr freundlich begrüßt und hatten unseren Spaß bei der Fahrrad-Wegbeschreibung bis nach Rostock. Letztendlich kam raus, dass wir am besten das Navi anmachen sollten. *lach*

Übrigens sind die Brombeer-Büsche hier super gemein! Ich wollte meinen Lieblingsmenschen nur einweisen beim Hochfahren auf die Keile und die Büsche haben sich einfach an mir „festgekrallt“. Ohne es zu merken hing ich erst mit meinen Dreads und dann auch noch mit dem Rest von mir in den Büschen fest! Gott sei Dank kam dann mein Retter in der Not! *lach*

Nun gut, gesagt, getan. Wir haben die Hühner – eh, nein, – die Räder gesattelt uns sind los. Nach ca. 20 Min. sind wir am Stadthafen in Rostock angekommen. Ich war sooo froh, als ich wieder vom Rad absteigen durfte. Warum weißt Du ja schon. Doch für diejenigen die gerne Radfahren, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Die Radwege sind wirklich gut ausgebaut und bis auf ein paar Brücken ist es auch immer schön flach.

Am Stadthafen selbst kann mein Lieblingsmensch natürlich nicht an der Fischbude mit den Fischbrötchen vorbei gehen, zu groß ist die Versuchung und vor allem die Vorfreude darauf. Ich gebe mich da mit einmal Abbeißen schon zufrieden. Danach haben wir uns den Stadthafen genauer angeschaut: Schiffe, in vielen verschiedenen Größen; Kräne zum Verladen; coole Stromkästen u.v.m.

Sogar das Schifffahrtsmuseum direkt am Stadthafen haben wir gefunden.

Da wir nicht weit entfernt von der Altstadt und der Fußgängerzone sind, haben wir uns natürlich auch diese angeschaut. Allerdings ist die Altstadt nicht wirklich groß und die Fußgängerzone überlaufen von Menschen. Das ist dann nicht so unsers…

Nur einen einzigen Halt, an der St. Marienkirche (*unbezahlte Werbung*), haben wir gemacht, die uns sehr beeindruckt hat. Da haben wir gerne jeweils 3,00€ Eintritt gezahlt. Leider kommt es auf den Fotos nicht ganz so schön und beeindruckend rüber. Eine Kerze für unsere Liebsten haben wir auch noch angezündet. Ich habe Dir hier den Rundgang durch die St. Marienkirche als PDF hinterlegt.

Das Wetter ist heute leider nicht ganz so toll. Es tröpfelt immer mal wieder von oben und somit beschließen wir, wieder an die Trude zu fahren, doch vorher hole ich mir an der oben besagten Fischbude noch eine Portion Pommes als Wegeproviant und eine Apfelschorle. Wobei wir das doch lieber in einem Strandkorb vor dem Regen geschützt essen und dann erst los fahren.

An der Trude selbst haben wir uns noch ein wenig umgeschaut und haben auf dem Hinterhof der Küstenmühle noch ein paar Ziegen entdeckt, nur streicheln lassen wollten sie sich nicht.

Zum Abendessen gibt es Hähnchen mit Chicoree-Salat und zum Nachtisch eine Runde Kniffel.

Tag 6: 08.06.2022

Rostock – „Alte Pommernkate“ in 18573 Rambin auf Rügen: 84km

Heut sind wir ein bisschen kreuz und quer gefahren, bevor wir in Richtung Rügen aufgebrochen sind. Theoretisch wollten wir als erstes den Überseehafen in Rostock sehen, denn von hier aus haben wir in 2005 unsere erste und bis jetzt einzigste Katamaran-Fahrt gestartet, doch irgendwie war das total kompliziert zu finden und wir haben absolut keine Parkmöglichkeiten gefunden. Also haben wir, nachdem wir durch etliche Baustellen und Umleitungen gefahren sind, die Aktion abgebrochen und sind nach Warnemünde gefahren. Dafür haben wir fast eine Stunde gebraucht, obwohl es nur 24km entfernt liegt. Was für ein Verkehr!

Katamaran-Fahrt in 2005 vom Überseehafen in Rostock aus!

In Warnemünde hat uns ein ähnliches Spektakel erwartet, denn weder am Hafen, noch am Strand gibt es einen Platz an dem unsere Trude sich hätte guten Gewissens hinstellen können. Schon ein wenig frustriert haben wie dann, Gott sei Dank, den Yachthafen entdeckt und siehe da, dort stehen ganz viele WoMo’s. Der Parkplatz ist zwar gebührenpflichtig (6,00€ für max. 3 Std.), doch das ist uns jetzt egal. Hauptsache parken!

Als ich gerade meine Tasche packe und eine Flasche kaltes Wasser aus dem Kühlschrank holen möchte, fällt mir eine Cola-Dose runter und explodiert regelrecht. Irgendwie hat sie einen Riss bekommen und das ganze Cola sprudelt wie eine Fontäne überall hin. Die komplette Trude und ich sind voller Cola. Igitt! Was für eine Sauerei. Selbst an der Decke und unter dem Tisch klebt Cola. Also heißt es jetzt erst einmal putzen und umziehen, bevor es tatsächlich an den Yachthafen geht. Wie gut, dass wir drei Stunden Zeit haben! *seufz*

Siehst Du den Riss im unteren Teil der Dose? Du glaubst ja gar nicht, wie viel Cola da raus kommen kann!!

Am Yachthafen selbst laufen wir erst auf der einen Seite den Schiffen entgegen und genießen die Aussicht…

…und kehren dann zurück um das gleiche auf der anderen Seite zu tun. Bis zu den Leuchttürmen sind wir gelaufen und ich kann Dir sagen, es ist sehr, sehr windig.

Eine schöne Promenade mit vielen Fischbuden und tollen Geschäften ist hier zu finden. Mein Lieblingsmensch kann natürlich auch heute nicht widerstehen und kauft sich ein Krabbenbrötchen. Die Verkäuferin rät ihm, dass Brötchen schnell zu Essen und gut auf die Möwen aufzupassen, denn sie hätten auch Hunger und wären sehr gierig. So schnell habe ich noch nie meinen Lieblingsmenschen ein Brötchen Essen sehen… *lach*

Auf dem Rückweg haben wir uns dann an der gleichen Fischbude noch ein Stück frischen Lachs mitgenommen. Das Kilo lag bei 32,00€ – da hatten wir Glück, dass es nur knapp 250 Gramm waren. Die Flunder war zwar noch frischer, doch wusste ich nicht, wie ich sie in der Trude hätte zubereiten sollen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Nach unserer Tour durch Warnemünde, die wir auch zeitlich gut geschafft haben, sind wir nach Graal-Müritz gefahren – also wieder genau in die entgegengesetzte Richtung – und wieder eine gute Stunde Autofahrt. In Graal-Müritz war ich 2005 zur Kur und wollte gerne sehen, ob, und wie es sich seitdem verändert hat.

Das Kurhaus steht noch, mein Lieblingsitaliener (*unbezahlte Werbung*) von damals auch – hat sogar immer noch das gleiche Gericht auf der Karte stehen: „Spaghetti con aglio“ -, und die Seebrücke sowieso. Der kurze Spaziergang hat uns gut getan und es kommen ein paar schöne Erinnerungen hoch. Damals hat mich mein Lieblingsmensch vor Ort besucht und wir waren gemeinsam Kaffee trinken. Die Bedienung ist irgendwie gestolpert und hat mir ein ganzes Glas Kaffee-Likör samt Eiswürfel übergeschüttet. Gott sei Dank hatte ich es nicht weit um mich umzuziehen. Auch haben wir damals gemeinsam einen Riesen-Windbeutel gegessen – das war zu dieser Zeit das Highlight in Graal-Müritz. Das Café gibt es wohl noch, doch es soll wohl nicht mehr so gut sein. Wir haben es dieses Mal nicht ausprobiert und uns mit einem Softeis begnügt. Allerdings muss ich gestehen, dass mir das Softeis bei uns besser schmeckt und ich hier zumindest kein Bauchweh davon bekomme. Vielleicht lag es aber auch an der Portion Eierlikör die regelrecht darauf geschwommen ist… *lach* Hühnergötter habe ich dieses Mal keine gefunden, allerdings waren wir auch nicht am Strand spazieren.

Übrigens werden als Hühnergott in Deutschland volkstümlich ein Stein mit einem natürlich entstandenem Loch bezeichnet. Hier (*unbezahlte Werbung*) kannst Du mehr darüber lesen.

Nachdem wir jetzt also eine weitere gute Stunde gefahren sind, sind wir endlich in der Alten Pommerkate (*unbezahlte Werbung*) in Rambin auf Rügen angekommen.

Unsere Tagesaufgaben sind:

  • Aufgabe Nr. 1 – den Laden besichtigen!
  • Aufgabe Nr. 2 – Fischbrötchen genießen!
  • Aufgabe Nr. 3 – Bier-Verkostung!

Aufgabe 1: Laden besichtigen! Erledigt!

Ein toller Laden mit allem was das Herz begehrt. Wir haben uns hier mit gluten-freien Nudeln aus der Nudelwerft, Honig, der blütenweiß ist, und ein paar getrockneten Hirschknackern eingedeckt. Es gab vieles zu entdecken und vor allem die bemalten Steine als auch die Clogs haben mich fasziniert.

Aufgabe 2: Fischbrötchen genießen! Erledigt! Sogar mehrmals… *lach*

Mein Lieblingsmensch hat ein Fischbrötchen nach dem anderen verschlungen und ich habe mich mit ein paar Scheibchen Räucherlachs, ein paar Streifen von einem gebeizten Lachs und Algensalat begnügt. Mmhm, super lecker! Wir wollten auch frischen, bzw. wie man hier sagt, „grünen“ Aal mitnehmen, doch leider hätten wir ihn 24 Stunden vorher bestellen müssen.

Aufgabe 3: Bier-Verkostung bei der Insel-Brauerei (*unbezahlte Werbung*)! Erledigt!

Allerdings nur von meinem Lieblingsmensch, denn ich trinke ja kein Bier. Doch die Apfelschorle und der Espresso sind auch lecker! *zwinker* Eine kleine Besichtigungstour gibt’s noch dazu!

Abends habe ich mich dann geweigert noch zu kochen und somit haben wir den Abend mit einem schönen Spaziergang und einer weiteren Runde Kniffel ausklingen lassen.

Morgen erzähle ich Dir dann den nächsten Teil unserer Tour!

Alles Liebe, Susana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.