Privat | Reisebericht

Das Mittelmeer und der Norden Spaniens VIII

24. Juni 2021

Laredo, unser nächster Halt auf der Tour um hier die Nacht zu verbringen.

Der Hafen war wunderschön, nur leider war es mir viel zu voll und da wir die ganze Zeit die Maske anhaben mussten, war es sehr anstrengend. Noch dazu hat es dann angefangen zu regnen. *seufz* Doch trotz allem haben wir es uns nicht nehmen lassen, eine Portion Churros zu zweit zu genießen. *lach*

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Donostia – San Sebastián (Guipuzkoa – País Vasco) gefahren, um den für die Durchreise benötigten PCR-Test machen zu lassen. Auf der 190km weiten Fahrt, konnten wir während der 2,5 Stunden ein Teil der Berge „Picos de Europa“ genießen.

In Donostia – San Sebastián hatten wir Glück und wir konnten am Sonntag Vormittag den besagten PCR-Test ganz ohne Termin über uns ergehen lassen. Geplant war ein schöner Aufenthalt vor Ort, doch leider war alles so voll, dass wir keinen Stellplatz gefunden haben. Noch nicht einmal einen „normalen“ Parkplatz, in dem unsere Trude (WoMo) platzt gehabt hätte. Viele Straßen waren gesperrt und alles andere war einfach viel zu eng. Somit mussten wir uns mit dem Blick von oben auf die „Playa de la Concha“ begnügen uns sind die 25km bis Irún (País Vasco – Grenzübergang) weitergefahren. Doch auch hier hatten wir leider nicht so viel Glück. Wir haben – nicht gelogen – stundenlang einen Stellplatz für die Nacht gesucht und letztendlich einen nicht wirklich schönen und weit vom Schuss entfernten Platz gefunden. Auf dem Platz selbst haben wir auch mehrmals die Stelle gewechselt, weil es einfach nicht gepasst hat. Und nach dem wir endlich gestanden hatten und einem Hinweisschild zu einer Bodega gefunden hatten, haben die uns dort nicht rein gelassen, zum einen weil wir keinen Termin hatten, doch vor allem war es eine „Schickimicki“-Bodega und es herrschte Kleiderordnung. Also den ganzen langen Weg ohne ein Gläschen Wein probiert zu haben wieder zurück und ein wenig frustriert und genervt auf das Ergebnis des PCR-Test warten.

Am nächsten Morgen waren wir dann noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und konnten die Grenze, die nur aus einem Kreisel bestand, passieren. Wir wurden von zwei Polizisten ganz nett rüber gewinkt und das war’s. Ruck-zuck waren wir problemlos in Frankreich angekommen. Auch hier gab es keinerlei Kontrollen. Doch uns wurde gesagt, dass wir unbedingt den negativen PCR-Test bei uns haben müssten, da bei einer Kontrolle zum einen mit ca. 150,00€ Strafe pro Person zu rechnen sei, zusätzlich würde man wieder zurück geschickt werden – ganz egal von wo aus in Frankreich – und danach müsste man den Test doch noch machen. Also sind wir gleich auf Nummer sicher gegangen.

Ich Frankreich selbst sind wir dieses Mal eine ganz andere Strecke gefahren und haben nach 620km und 8 Stunden Fahrt in Vierzon übernachtet. War ganz nett, doch da ab 21.00Uhr Ausgangsperre war, konnten wir nicht mehr viel davon sehen. Die Straßen waren wie leer gefegt.

Am nächsten Morgen haben wir uns wieder Baguette und Croissants gegönnt uns sind bis nach Deutschland weitergefahren. Leider hat es nicht ganz so gut wie bei der Hinfahrt geschmeckt. Es macht eben doch einen Unterschied, ob es von einem kleinen Landbäcker ist oder von einer Bäckerei-Kette. *seufz*

Nach weiteren 7 Stunden und knapp 550km sind wir in Deutschland angekommen. Doch vorher wollten wir unbedingt noch in Frankreich einkaufen gehen und in Metz hat uns die nächste „Katastrophe“, nein, nein, Herausforderung erwartet. Nachdem ich endlich einen Carrefour ausfindig gemacht hatte, war dieser blöder Markt in einer Art Einkaufszentrum mitten in der City und wir haben keinen Parkplatz gefunden, d.h. wir haben eine gute Stunde gebraucht um rein und wieder raus zu fahren. Kurz vor der Grenze hat dann mein Lieblingsmensch noch etwas ausfindig gemacht, doch die Filiale war sooo klein, dass die Auswahl nur auf Radieschen und Käse ausgefallen ist. *lach* War das deprimierend! *lach*

In Deutschland selbst haben wir in einem Stadtteil von Saarbrücken an einem Schwimmbad übernachtet und sind am nächsten Morgen weitergefahren. Theoretisch wollten wir nach Nidda zu einem Camping-Fachgeschäft fahren… Nachdem wir also 240km und fast 3 Stunden in die eine Richtung gefahren sind, standen wir nun vor einem Bürogebäude und haben das Geschäft vergeblich gesucht. Nach weiterer Recherche haben wir dann beide gemerkt, dass wir das Kleingedruckte nicht gelesen hatten und es sich ausschließlich um einen Online-Handel dreht. Wir wussten nicht mehr ob wir lachen oder weinen sollten. Letztendlich haben wir uns fürs Lachen entschieden und haben dann den letzten Abschnitt von 120km und 1,5 Stunden in Angriff genommen.

Das war also unsere diesjährige Tour in den Norden Spaniens. Wir haben längst nich alles gesehen und für die nächste Reise in den Norden steht auf jeden Fall jetzt schon Covadonga (Asturias) auf meiner Liste. Vielleicht haben wir beim nächsten Mal auch mit Donostia – San Sebastián mehr Glück…

Alles Liebe, Susana

  1. Hach,,, das war ja aufregend , durch Deine schönen Bilder und Beschreibungen konnte ich an Eurer Reise mit Hindernissen 😉 teilnehmen und sie hat mir gut gefallen. Ich kenne bis jetzt nur Andalusien und war damals (2009) total begeistert von dieser Region und den freundlichen Menschen ,,,,
    LG Angela

    1. Liebe Angela,
      schön, dass Dir unsere Tour gefallen hat! 😉
      Beim nächsten Mal ist hoffentlich Andalusien dran! Da freu mich mich schon riesig drauf!
      Alles Liebe, Susana

Schreibe einen Kommentar zu Literaturgarten Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.